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Über Stereotype aufklären

Der Artikel zeigt Kinder von deutschen Frauen und Soldaten aus den französischen Kolonien in Algerien, Tunesien oder Marokko, die in den 1920er Jahren als Besatzungssoldaten im Rheinland eingesetzt wurden. Zu dieser Zeit wurden Schwarze Männer als sexuelle Bedrohung für Frauen und die »Rassenreinheit« dargestellt – ein rassistisches Stereotyp aus dem Kolonialismus, das über Jahrhunderte wirkmächtig blieb.

An diese rassistische Stigmatisierung knüpfte die NS-Propaganda an. Zu der medialen Abwertung dieser Kinder of Colour kam im Nationalsozialismus ihre bürokratische Verfolgung: Sie wurden 1933 statistisch erfasst und mehrere von ihnen ab 1937 zwangssterilisiert.




Der Zeitungsartikel soll die rassistische Verfolgung legitimieren. Der Text, aber auch die sorgsam arrangierten Fotos lassen die Kinder der Kolonialsoldaten andersartig und bedrohlich erscheinen.






In diesem Foto wirkt das links abgebildete Mädchen durch die Platzierung zur Kamera unnatürlich groß. Der Fotograf lässt den Schatten so einfallen, dass ihre Augen und Gesichtszüge kaum zu erkennen sind.

So erschwert es die Aufnahme den Betrachter*innen, Sympathie oder Mitgefühl mit dem Kind zu entwickeln.










Artikel »Lehrer an die Front«, in: Der Stürmer, Nr. 35, August 1935

Artikel „Die Familie B.“ ,in: Kölner Illustrierte, 18.11.1933

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