12

Gewalt zeigen?

In den letzten Jahren hat sich der Blick auf historische Fotos gewandelt, besonders, wenn sie gewaltvoll sind: Fotos werden viel weniger als Abbilder der Vergangenheit verstanden, die einfach für sich sprechen.

Sie müssen stattdessen gedeutet werden: Denn Menschen haben sie in konkreten Situationen zu einem bestimmten Zweck gemacht. Und dies prägt das Motiv.

Ein kurz vor seiner Deportation aus Würzburg zwangsweise fotografierter Mann. Rechts im Bild ist eine Kamera zu sehen.

Ob und wie gewaltvolle Fotos (noch) gezeigt werden können, ist inzwischen eine ziemlich schwierige Frage.

Öffentliche Hinrichtung von Max Hertz im Ghetto Litzmannstadt (Łódź) am 21. Februar 1942. Er wurde vor den Augen seiner Frau und Tochter erhängt. Wer das Foto gemacht hat, ist unbekannt.

Ein toter Wehrmachtssoldat, zugedeckt und begraben an der Ostfront. Der Fotograf ist der Kölner Soldat Peter Weber.

Eine erschütterte Frau vor Leichen am Straßenrand, darunter Kinder. Fotografiert in Köln nach einem Bombenangriff.

Öffentliche Hinrichtung von elf Zwangsarbeitern am 25. Oktober 1944 in Köln-Ehrenfeld. Ihre Identität kennen wir nicht. Teil einer Fotoserie, die den Tathergang und viele Schaulustige zeigt.

Möchtest Du uns noch etwas zu Deinen Entscheidungen sagen? Was geht Dir bei dem Thema durch den Kopf?

Template: Feedback (Textarea)

Danke!

Was braucht es aus Deiner Sicht, wenn Gewaltdarstellungen im Museum gezeigt werden?

Du kannst auch mehrere Antworten auswählen.

08_Umfrage
Fragen